Skip to content. Skip to navigation
Oscars for
data leeches

BigBrotherAwards

You are here: BigBrotherAwards Kommunikation: Global Message Exchange (GMX) Informationen zum Preisträger der Kategorie "Kommunikation"
Document Actions

Informationen zum Preisträger der Kategorie "Kommunikation"

2006-08-28 17:09

Zusatzinformationen

GMX-Panne: E-Mails zum Teil unwiederbringlich verloren
Die Software-Panne beim Freemail-Anbieter GMX bedeutet für viele Nutzer des Dienstes offenbar tatsächlich einen Daten-GAU. Wie die Münchener Firma jetzt bestätigte, sind die Mailarchive einiger Kunden versehentlich unwiederbringlich gelöscht worden. Nur für Nutzer des kostenpflichtigen Promail-Accounts liege ein komplettes Backup der Mails vor, sagte GMX-Sprecherin Marion Schanzer gegenüber c't: "Im Freemail-Bereich gibt es leider nur bedingt Datensicherungen."

Insgesamt seien etwa 118.000 Kunden von dem Problem betroffen. Entgegen der GMX-Darstellung von heute morgen wurden nicht nur die E-Mails im Eingangsordner ("Inbox") gelöscht, sondern auch alle selbst angelegten Ordner inklusive Inhalt.

In der vergangenen Nacht haben die GMX-Techniker ein Software-Update eingespielt, das eigentlich die maximale 30-Tage-Vorhaltefrist von E-Mails bei Freemail-Kunden abstellen sollte. "Eine der verantwortlichen Software-Routinen erhielt in bestimmten Fällen falsche Informationen über die vom Benutzer eingestellte Vorhaltezeit des Ordners 'Inbox' sowie selbst angelegter Ordner und löschte daraufhin deren Inhalt", erklärte GMX in einer Pressemitteilung. (hob/c't)

(http://www.heise.de/newsticker/data/hob-14.07.00-001/)

GMX: Hackerangriff durch fatales Schlupfloch
Für den Freemail-Service GMX und seine Kunden kommt es zurzeit knüppeldick: Nachdem der größte deutsche Anbieter kostenloser E-Mail-Adressen am Freitag, 14. Juli, versehentlich die Mails von 118.000 Kunden gelöscht hatte, wurde heute ein folgenschweres Sicherheitsloch des Dienstes bekannt. Nach bei c't eingegangenen Berichten von GMX-Nutzern verschickte ein Hacker E-Mails mit dem Betreff "Denk dran!" an GMX-Kunden. Öffneten sie diese Nachricht via Web-Frontend, so bekamen sie nur eine leeres Fenster zu sehen. Kurz danach war allerdings ihr Passwort geändert – sie konnten sich nicht mehr einloggen.

c't hat den Angriff analysiert: Die HTML-formatierte Mail enthielt ein Image-Tag, das auf ein Script eines fremden Servers verwies. Der Browser versuchte, das vermeintliche Bild zu laden und aktivierte so das Script. Dieses wertete die Referrer-URL aus, die eine gültige GMX-Session-ID enthielt, und änderte mit dieser ID das Passwort sowie die vorzugebende Antwort auf die geheime Frage der Accountinhaber. Mit ähnlichen Verfahren konnten Hacker erst kürzlich auch die Maildienste von Lycos und Web.de austricksen. Mittlerweile haben die GMX-Techniker das Loch gestopft, indem sie die Übergabe der Referrer-URL verhindern.

Am heutigen Dienstagnachmittag hat GMX die Hacker-Attacke bestätigt. Sie sei "erfolgreich abgewehrt" und es seien bereits Maßnahmen ergriffen worden, um eine Wiederholung auszuschließen. Laut GMX waren genau 1625 Accounts betroffen. Dem Hacker sei es nicht gelungen, Passwörter auszuspionieren, sondern "nur" zu ändern. Um Nachahmungsaktionen auszuschließen, wolle GMX keine Details zur Art des Angriffs bekanntgeben.

Derweil hat die Firma nach wie vor mit dem Daten-GAU vom vergangenen Freitag zu kämpfen. Viele Nutzer des kostenlosen Freemail-Dienstes bekommen ihre E-Mails nicht mehr zurück. Entgegen ersten GMX-Stellungnahmen scheint aber auch die Wiederherstellung der Ordner von manchen Kunden des kostenpflichtigen Promail-Services aus gleichem Hause nicht zu klappen. GMX verweigert zu dieser Problematik derzeit eine Stellungnahme. "Dazu machen wir keine Angaben mehr – wenn es etwas Neues gibt, erfahren es die Promail-Kunden zuerst", ließ Firmensprecherin Marion Schanzer wissen.

Nach wie vor wissen die Kunden also nicht, woran sie sind. In einer Mitteilung hat ihnen GMX lediglich mitgeteilt, dass die Firma die Panne "zutiefst bedauert". Weiter heisst es: "Unsere Techniker arbeiten an einem 'Retten was zu retten ist'-Programm. Alles setzen wir daran, dass sich dieser Vorfall nie wiederholen wird." In verschiedenen Diskussionsforen erwägen einige GMX-Mitglieder bereits, Schadenersatzansprüche geltend zu machen. "Bisher sind keine derartigen Forderungen bei uns eingetroffen", versicherte Schanzer heute nachmittag gegenüber c't.

Ob Schadenersatzklagen gegen GMX vor Gericht Erfolg versprechend sind, läßt sich schwer abschätzen. Onlinerecht-Experte Stefan Jaeger erläutert: "Wenn sich tatsächlich einige der durch die Panne geschädigten GMX-Freemail-Kunden zu einer Musterklage entschließen würden, müssten sie wahrscheinlich durch ein Gutachten eine grobe Fahrlässigkeit der Techniker nachweisen". Falls das gelänge, könnte sich GMX wohl auch durch die Haftungsbegrenzung in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nicht mehr schützen. Da GMX zur technischen Seite der Panne wohlweislich Stillschweigen wahrt, ist bisher unbekannt, ob und wie fahrlässig der Dienstleister tatsächlich gehandelt hat. (hob/c't)

(http://www.heise.de/newsticker/data/hob-18.07.00-000/)

BigBrotherAwards 2000
Organisation
FoeBuD e.V.
Marktststr. 18, 33602 Bielefeld
Tel: 0521-175254, Fax: 0521-61172
bba@foebud.org, www.bigbrotherawards.de

Spendenkonto:
Konto: 5459545901
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 37020500

Internationale Kontonummer:
IBAN DE97370205005459545901
BIC: BFSWDE33XXX

zum Online-Spendenformular
Die Jury 2011
Rena Tangens, padeluun
Verein zur Förderung des öffentlichen
bewegten und unbewegten Datenverkehrs
e.V. [FoeBuD]

Sönke Hilbrans
Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V. [DVD]

Frank Rosengart, Andreas Bogk
Chaos Computer Club e.V. [CCC]

Werner Hülsmann
Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. [FIfF]

Prof. Dr. Peter Wedde

Dr. Rolf Gössner
Internationale Liga für Menschenrechte [ILMR]